Junge Person arbeitet mit Baum in einem grünen Garten mit Blumen, umgeben von einer Zaun und Hügeln im Hintergrund, an sonnigem Tag.

„Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird …

… hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.“
(Rabindranath Tagore​​)

Ja, schlaue Sätze haben wir hier stets parat. Aber nun mal im Klartext: Agroforst bedeutet die gezielte Integration von Gehölzen wie Bäumen und Sträuchern in landwirtschaftliche Flächen. Bei uns wachsen sie zwischen den Reben, um Strukturvielfalt zu fördern und als Gegenentwurf zur klassischen Monokultur im Weinberg.

Die Bäume bringen zahlreiche Ökosystemdienstleistungen: Sie schützen vor Erosion, bremsen starke Winde, holen Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten. So tragen sie zum Humusaufbau bei und verbessern das Mikroklima.

Agroforst macht’s möglich:
Landwirtschaft auf drei Ebenen.

Ebene eins: Die Grasnarbe
Sie schützt den Boden vor Erosion, erlaubt das Befahren der Terrassen mit Maschinen und liefert Futter für unsere Tiere.

Ebene zwei: Die Reben
Sie sind als Traubenlieferanten das Herzstück unserer Produktion.

Ebene drei: Die Bäume
Sie liefern Wertholz oder Früchte und haben positive Einflüsse auf die Rebe und die landwirtschaftliche Kultur. 

Ein Gartenzaun und eine Reihe von Weinreben auf einer ländlichen Wiese, mit grünen Bäumen im Hintergrund bei sonnigem Himmel.
Ein Junge pflanzt in einem grünen Tal mit Bergen im Hintergrund einen Baum. Er trägt eine Kappe, Gummihandschuhe und ein graues T-Shirt.

Nicht nur in den Weinbergen haben wir Agroforstsysteme integriert, sondern auch im Gemüsegarten und auf den Weiden unserer Tiere.

Im Garten bieten die Bäume wertvollen Schatten, schützen den Boden vor zu viel Hitze und Wind und fördern eine Vielzahl von Nützlingen, die einen naturnahen, chemiefreien Anbau ermöglichen.

Auf den Weiden schaffen wir mit dem Erziehen von Kopfbäumen zusätzliches Laubfutter, das wir entweder direkt an die Tiere verfüttern oder als Laubheu ernten und trocknen.